Tanz in den Mai

 

Neben der Früh- und Spätkirmes der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Immerath von 1555 e.V. nimmt die Marinegruppe Immerath nicht nur an weiteren auswärtigen  Veranstaltungen teil, sondern organisiert auch weitere selbst.

 

Eine dieser weiteren Veranstaltungen ist der alljährliche „Tanz in den Mai“, jeweils am 30. April des Jahres, im Kaisersaal. Das erste Mal wurde dieser alte Brauch im Jahre 1987 von der Marinegruppe veranstaltet. Bereits in den Jahren zuvor wurde diese Veranstaltung im Kaisersaal gefeiert. Leider fand sich im Jahre 1987 jedoch keine Gruppe mehr diesen Brauch fortzuführen. Einige wenige Neider behaupteten zu diesem Zeitpunkt, wir würden den „Tanz in den Mai“ nur ausrichten, um das anstehende Schützenfest, mit Marinekamerad Alex Postels als Schützenkönig, zu finanzieren. Selbstverständlich war dies niemals der Grund gewesen. Vielmehr ging es der Marinegruppe darum, diesen schönen alten Brauch nicht aussterben zu lassen. Denn allen war klar, wird diese Tanzveranstaltung auch nur 1 Jahr nicht durchgeführt, wird es schwer diesen Brauch wieder aufleben zu lassen.

In den Anfangsjahren wurde der Maibaum noch von der Immerather Dorfbevölkerung geschmückt und gegenüber der Gaststätte Fänger aufgestellt. Als im Jahre 1995 dies nicht mehr der Fall war, sprang auch hier die Marinegruppe ein. Zunächst wurde der notwendige Maibaum noch von anderen Schützengruppen aus Immerath ausgeliehen. Später jedoch, nachdem unbekannte Chaoten den Maibaum abgesägt hatten, beschloss die Gruppe, einen eigenen Maibaum anfertigen zu lassen. Seitdem wird ein Maibaum aus leichtem Alu gegenüber dem Kaisersaal durch die Marinegruppe zugunsten der Immerather Dorfbevölkerung aufgestellt.

 

 

Im Anschluss an das Aufstellen des Maibaums erwarten wir dann unsere Gäste im herrlich  grünen und duftendem, mit Birkenzweigen geschmückten, Kaisersaal.

 

 

Damit die Veranstaltung nicht an Reiz verliert, ist der Ablauf des „Tanz in den Mai“ über die Jahre hinweg immer wieder verändert worden. Zunächst wurde eine Tanzkapelle engagiert und die Maikönig anhand von Stimmzetteln (alle Anwesenden jungen Damen tanzten mit einem nummerierten Luftballon und die Gäste konnten eine Stimme für Ihre Kandidatin abgeben) ermittelt. Später wurde dieser Modus überarbeitet und heute ermitteln wir die Maikönigin anhand von Rosen. Die Marinegruppe verkauft Rosen zum Selbstkostenpreis an alle Gäste im Kaisersaal. Die Gäste können dann diese erworbenen Rosen an die Dame verschenken, von der sie glauben, Maikönigin werden zu sollen. Pünktlich um 0 Uhr des 1. Mai werden dann die überreichten Rosen ausgezählt und als 1. Preis erhält die junge Maikönigin neben einem lebenslangen freien Eintritt zu allen nachfolgenden „Tanz in den Mai“ Veranstaltungen der Marinegruppe noch einen Parfümerie-Wertgutschein. Des weiteren wurde in den vergangenen Jahren ein Karaoke-Wettbewerb durchgeführt. 1. bis 3. Preis, die Gäste ermittelten die Gewinner durch entsprechenden Applaus, waren hier 15, 10 und 5 Biermarken. Im Jahr 2005 erwarten wir erstmals zum „Tanz in den Mai“ die Tanzband „Die Nachtschwärmer“. Da uns diese Band bereits von anderen Veranstaltungen her bekannt ist, und wir miterleben durften wie sie z. B. das Festzelt in Jackerath anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Marinespielmannszuges zum beben brachten, freuen wir uns schon jetzt auf sie und sind uns sicher, auch im nächsten Jahr wieder viele fröhliche und gut gelaunte Gäste im Kaisersaal begrüßen zu können.

 

 

 

 

 

Bisherige Schützenfeste

 

 

Nachdem die Gruppe erstmalig 1967 in Marineuniformen am Schützenfest teilgenommen hatte, kam im folgenden Jahr auch schon die erste Majestät aus der Marineguppe. Mit Hans-Walter Corsten stellte die Marinegruppe Immerath ihren ersten Jungkönig. Dieser sollte jedoch nicht der einzige bleiben.

                      

 

Zwar vergingen zunächst einige Jahre, 1987 aber sollte es endlich wieder soweit sein. Alex Postels errang, für sich und die Gruppe erstmalig, das Vergnügen Schützenkönig zu sein.

Von nun an hatte die Marinegruppe regelmäßig die große Ehre, eine Majestät vertreten zu dürfen.

 

    

 

Bereits 1991 folgte mit Heinz-Peter Katz der 2. Marineoffizier als Schützenkönig. Ihm zu Ehren bauten seine Kameraden einen Dreimaster von bis dahin unbekannten Ausmaßen als Schützenresidenz.

 

 

Wie sagt schon ein Sprichwort. „Wie der Vater, so der Sohn“ Getreu dieser Weisheit folgte René Katz 1993 dem Vorbild seines Vaters und errang die Ehre als Jungkönig. Zwar hatten seine Kameraden nun die Erfahrung wie ein Dreimaster auf das Grundstück der Familie Katz erreichtet werden konnte, trotzdem entschied man sich dafür, ein anderes maritimes Objekt als Schützenhaus zu bauen. Ein Leuchtturm sollte die Schützenresidenz schmücken.

 

 

Nun sollten einige Jahre der Erholung auf die Marine zukommen.

 

 

Aber schon im Jahre 1998 wurde Markus Cremer, als 3. Jungkönig der Marinegruppe, ins Logbuch eingetragen. Auch ihm wurde selbstverständlich ein üppiges Schützenhaus gebaut. Da die Residenz leider ein wenig verdeckt von großen Bäumen stand, schieden Schützenhäuser in Form von Schiffen oder ähnlichem aus. Somit entschied man, das Schützenhaus mit einem großen goldenen Anker als Marinesymbol zu versehen.

 

 

Wer nun glaubte, Werkzeug und Material zum Bau eines Schützenhauses verstauen zu können, sah sich getäuscht.

 

Bereits im Jahre 2000 stellte die Marinegruppe, mit René Katz bereits zum 2. Mal, erneut den Jungkönig. Und diesmal war sofort klar, wir bauen wieder einen Dreimaster. Schließlich war  schon 1991 auf diesem Grundstück erstmalig ein Dreimaster errichtet worden. Und was einmal klappt, das klappt auch zweimal.

 

 

Bei allen oben erwähnten Schützenfesten konnte die Majestät sich nicht nur auf die Unterstützung der eigenen Marinekameraden verlassen. Zu allen Schützenumzügen begrüßten wir befreundete Marinekameraden aus umliegenden und entfernteren Orten, wie z.B. Kuckum, Keyenberg, Wanlo, Aachen und Neurath, damit diese gemeinsam mit uns am Schützenumzug teilnehmen konnten. Selbstverständlich hatte man, bevor der Umzug startet, bereits eine gemütliche Zeit mit den auswärtigen Freunden im Schützenhaus verbracht.

 

Doch bevor es soweit war, dass die Gäste im Schützenhaus begrüßt werden konnten, um dort eine gemütliche Zeit mit Ihnen zu verbringen, waren im Vorfeld 2 arbeitsreiche Wochen vergangen.

Bereits 14 Tage vor der Frühkirmes wurde das notwendige Material zu den Königshäusern transportiert. Ab diesem Zeitpunkt wurde Tag für Tag zahlreich und tatkräftig an der Umsetzung des jeweiligen Projektes gearbeitet. Grundsätzlich wurde im Vorfeld ein „Bauleiter“ bestimmt der die gesamte Bauplanung übernahm. Diesen Job übernahm bei den letzten Schützenfesten unserer Oberleutnant Sascha Nerlich, der vom Beruf her Stahl- und Betonbauer ist und sich somit auf Baustellen bestens zurecht findet. Des Weiteren wurde durch den „Bauleiter“ vermieden, dass eventuellen Fragen immer direkt an den Schützenkönig gestellt wurden. Dieser hat bekanntlich in den letzten Wochen vor dem Schützenfest neben dem Bau des Schützenhauses viele weitere Dinge zu erledigen und soll selbstverständlich seine Amtszeit genießen.

 

 

 

 

 

 

 

Familienfest

 

Eine weitere und gern besuchte Veranstaltung der Marinegruppe ist das alljährliche Familienfest. Hierzu treffen sich alle Marinekameraden inkl. Ihrer Partner/innen, Kindern, Freunden, Verwandten und Bekannten an einem vereinbarten Samstag und Ort um 13.30 Uhr. Dieser Treffpunkt dient auch als Start der beliebten Orientierungsfahrt.

                       

 

Je 1 Fahrer + Beifahrer inkl. Kinder stellen 1 Team und müssen eine vom „Kontrollteam“ ausgearbeitete Strecke zurücklegen. Auf dieser Strecke müssen verschiedene Fragen, welche Politik, Sport, Geschichte, Erdkunde u.v.m. Umfassen können, beantwortet werden. Selbstverständlich dürfen auch Geschicklichkeitsspiele (mit oder ohne Auto) nicht fehlen. Ziel ist seit vielen Jahren das herrliche Anwesen unseres Admiral Alex Postels in Lützerath. Dort warten weitere Angebote, wie z.B. Kegeln, Dosenwerfen, Feilewerfen auf unsere kleinen wie auch Vergleichsschiessen mit dem Luftgewehr (getrennt nach Geschlechtern) oder Tauziehen auf die Erwachsenen.

 

 

Selbstverständlich ist für das leibliche Wohl mit Kaffee und Kuchen, frischen Reibekuchen mit Apfelmus, Wurst und Fleisch vom Schwenkgrill inkl. Salate und Brot stets ausreichend gesorgt. Damit diese leckeren Sachen aber entsprechend geflutet werden können, ist in der Schmiede eine üppig gefüllte Theke mit vielen Getränken aufgebaut.

 

 

Diese wird im Anschluss an die Siegerehrung, insgesamt werden 9 Pokale für die Orientierungsfahrt und das Vergleichsschiessen mit dem Luftgewehr vergeben, nicht selten bis in die frühen Morgenstunden des nächsten Tages belagert.

 

 

Trotz der Strapazen des, unter Umständen langen Vortages, treten auch am nächsten Tag wieder viele Marineoffiziere in Lützerath auf Deck an, wenn es heißt „Deckschrubben“. Im Anschluss an die Reinigungsaktion trifft man sich trotzdem gerne wieder an der schiffseigenen Theke und nicht selten werden übrig gebliebene Fleischwaren auch an diesem Tag gerne noch beim anschließenden gemütlichen Beisammensein gegrillt und verzehrt.